Betreuung
Eingewöhnung
Behutsam ankommen und Vertrauen aufbauen
Der Übergang vom Elternhaus in die Tagespflege ist für Eltern und Kinder ein großer Schritt. Diese sensible Übergangsphase versuche ich so behutsam wie nur möglich zu gestalten, um eine gelingende Eingewöhnung zu ermöglichen.
Die Eingewöhnung wird nach einem bewährten Eingewöhnungskonzept, dem „Berliner Modell“, durchgeführt. Die Ziele dieses Konzeptes sind der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson sowie das Kennenlernen der neuen Umgebung.
Der erste Teil der Eingewöhnung findet nachmittags, also außerhalb der normalen Betreuungszeit statt. Der Grund dafür ist, dass es für die meisten Kinder eine Überforderung darstellt, in eine fremde Umgebung und eine Gruppe voller neuer Gesichter zu kommen. Zudem soll das Kind sich vor allem an mich als neue Bezugsperson gewöhnen, damit es mich anschließend vormittags als „sicheren Hafen“ nutzen kann.
Ablauf der Eingewöhnung in Anlehnung an das "Berliner Modell"
Die Eingewöhnung beginnt immer montags. Sie besteht aus verschiedenen Phasen, die nachstehend erläutert werden:
1. Viertägige Grundphase
In der ersten Woche findet die Eingewöhnung an den ersten drei Tagen (Mo-Mi) für eine
Stunde am Nachmittag statt. So kann sich das Kind in Ruhe an die neue Umgebung und
an die Tagesmutter gewöhnen. Am vierten Tag besucht das Kind mit seiner Bezugsperson
für eine Stunde am Vormittag die Kindertagespflegestelle. Das Kind lernt die anderen
Tageskinder kennen.
In der ersten Woche findet noch keine Trennung statt.
2. Erster Trennungsversuch
In der zweiten Woche besucht das Kind mit seiner Bezugsperson für zwei Stunden am
Vormittag die Kindertagespflegestelle. Das Kind lernt die ersten Rituale kennen und kann
beispielsweise schon mit uns frühstücken.
In der zweiten Woche erfolgt die erste kurze Trennung von der Bezugsperson. Klappt es gut,
wird die Trennung weiter ausgedehnt. Hat das Kind Schwierigkeiten, bleibt die
Bezugsperson weiterhin dabei.
Stabilisierungsphase
Wenn die Eingewöhnung gut läuft, besucht das Kind in der dritten Woche für drei Stunden
die Kindertagespflegestelle. Das Kind lernt weitere Rituale kennen und geht beispielsweise
gemeinsam mit uns nach draußen und isst mit uns zu Mittag.
Hat die Trennung in der zweiten Woche sehr gut geklappt, kommt das Kind in der dritten
Woche schon alleine. Hat das Kind noch Schwierigkeiten alleine zu bleiben, ist die
Bezugsperson weiterhin anwesend.
4. Schlussphase
War die dritte Woche erfolgreich, kann das Kind in der vierten Woche schon die reguläre
Betreuungszeit in der Kindertagespflegestelle verbringen. Ggf. wird mit der
Schlafeingewöhnung begonnen.
Das Kind wird in der Regel ab der vierten Woche nur noch gebracht und abgeholt. Sollte das
Kind dennoch weiterhin Schwierigkeiten mit der Trennung haben, wird die Eingewöhnung
fortgeführt.
Bitte beachten:
Jedes Kind ist anders und braucht unterschiedlich lange, bis es sich an neue Situationen gewöhnt hat. Daher kann man die Länge der Eingewöhnung vorher nie genau festlegen. Bitte rechnen Sie mit einer Dauer von mind. drei bis vier Wochen.